Beste Aussichten an der Rudower Chaussee

Am Forum entwickelt die Europa-Center AG ein attraktives Büro- und Geschäftshaus [Abb.: © EUROPA-CENTER AG / ZOOMARCHITEKTEN]

Lebensqualität trifft Hochtechnologie: Die neuen Ansiedlungen entlang der Rudower Chaussee zeigen beeindruckend, wie sich Adlershof im Berliner Südosten kontinuierlich weiterentwickelt.

Alle Projekte, die an diesem Standort entwickelt wurden beziehungsweise sich noch in der Entwicklung befinden, erhöhen die Attraktivität der Straße, schaffen Synergien und steigern so die urbane Lebensquali-tät vor Ort. Nur eins von vielen Beispielen – das neue Europa-Center-Projekt, ein Büro- und Geschäftshaus am Forum, im Herzen von Adlershof. Schon bald wird das historische Gebäudeensemble durch elegante Architektur ergänzt, die den Bedürfnissen anspruchsvoller Mieter von Büro- und Serviceflächen gerecht wird. Hier lebt der Fortschritt: Berlin-Adlershof im Bezirk Treptow-Köpenick hat als einer der wichtigsten Standorte für Hochtechnologie von sich reden gemacht. Adlershof genießt den Ruf, Deutschlands modernstes Gründer- und Technologiezentrum sowie  Berlins wichtigster Wissenschafts-, Wirtschafts- und Medienstandort zu sein. Die Entfaltung eines solchen Stadtteils ist ein ständiger Prozess des Wandels und des Wachsens. Und es tut sich viel am wirtschaftlich prosperierenden Standort -Adlershof. Neue Projekte, teils bereits fertig, teils in Ausführung oder Planung, lassen immer mehr Stadtqualität entstehen, speziell entlang der Rudower Chaussee. Die Magistrale ist ein bedeutender Teil der historischen Straßenverbindung vom westlichen Rudow zur Adlershofer Dörpfeldstraße im Nordosten.

Wer die Entwicklung unserer Städte und Stadtteile als fortwährenden Ausdruck gesellschaftlichen Wandels begreift, wird an der aktuellen Entfaltung der Rudower Chaussee seine Freude haben. Arbeiten, Wohnen und Leben bestehen idealerweise in guter Balance neben-einander. Darauf haben die Adlers-hof Projekt GmbH als städtebaulicher Entwicklungsträger und Treuhänder des Landes Berlin sowie die Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Umwelt auch an der Rudower Chaussee stets Wert gelegt. So beleben Restaurants und Geschäfte die Erdgeschosszonen der Bürohäuser. Dazu gibt es in unmittelbarer Nähe Wohnraum für die unterschiedlichsten Zielgruppen. Zum Beispiel entstehen im Projekt „Medienfenster“ 153 Mikroapartments, die schon mit Beginn des Wintersemesters 2016/2017 von Studenten bezogen werden. 

Ganz aktuell haben sich zwei große Namen für die Ansiedlung an jeweils einem Ende der langen Chaussee entschieden: Die Zusammenlegung der Dienstorte des Landeslabors Berlin- Brandenburg (LLBB) bündelt die hohe Analytik-Kompetenz beider Bundesländer nun an einem Platz. Und der Versicherungskonzern Allianz verlegt seinen Berliner Unternehmenssitz nach Adlers-hof. 2019 wird der Konzern in einen modernen Neubau in die Stadt für Wissenschaft, Wirtschaft und Medien einziehen. Und es gibt weitere Neuigkeiten: Die Haupteinkaufsquelle am Standort, das durch zeitlose Architektur gekennzeichnete „Adlershofer Tor“, ein Büro- und Geschäftshaus mit Handelsflächen, bekommt in diesem Jahr mit einer neuen Fassade ein attraktives Facelifting. Schräg gegenüber, hinter dem Eichenwäldchen am S-Bahnhof gelegen, entsteht der Bürokomplex „Nubis“. Auf einer Gesamtmietfläche von 17 400 Quadratmetern soll Büroraum individuell und flexibel gestaltet werden. Erstbezug ist voraussichtlich im dritten Quartal 2017. Auch das Büro- und Geschäftshaus „Air Campus Adlershof“ ist im ersten Bauabschnitt bereits fertiggestellt und erfolgreich vermietet. Jetzt folgen der zweite und dritte Bauabschnitt mit weiteren hochwertigen und flexiblen Angeboten für Unternehmen.

Mit dem „CrossmediaCenter“ an der Franz-Ehrlich-Straße entsteht ein interdisziplinäres Dienstleistungszentrum für die verschiedensten Print- und Onlinemedien. Sein Nachbar ist das Berliner Unternehmen „System 180“, das Ende letzten Jahres nach Adlershof gezogen ist. Das Unternehmen erdenkt und produziert ein markantes Stahlrohrsystem, das in den Bereichen Messe- und Ausstellungsbau sowie Design und Möbelbau eingesetzt wird.

Am westlichen Ende der Rudower Chaussee, in der Nähe des künftigen Landeslabors Berlin-Brandenburg, gibt es sichtbaren Fortschritt im „Oktogon“, dem Campus für Gewerbe und Technologie. Das erste Gebäude ist bereits komplett bezogen, das zweite ist im Bau, und der Startschuss für den Bau des dritten Gebäudes erfolgt im Frühjahr. Der weit über die A 113 hinaus sichtbare, markante Auslieferungsturm des 2012 eröffneten „Audi Zentrums Berlin Adlershof“ in der Nähe der Autobahn-Ausfahrt ist ein bekannter Blickfang. Nun hat sich mit dem „Porsche Vertriebszentrum“ eine weitere renommierte Marke für den Standort entschieden: An der Kreuzung zur Herrmann-Dorner-Allee ist bereits ein 25 Meter hoher Solarpylon zu sehen, der Strom für eine Elektro-Tankstelle liefert. Die Eröffnung des Vertriebszentrums ist im Frühjahr 2017 geplant.

In der weiteren westlichen Verlängerung der Rudower Chaussee, dem Eisenhutweg, entsteht direkt am Landschaftspark das soziale Quartier „VivaCity Adlershof“. Diverse Dienstleistungen und Kooperationen begleiten die Arbeit des Johanniter-Pflegeheims. Direkte Nachbarn im Projekt sind ein Kindergarten sowie 120 Wohnungen einer Wohnungsbaugenossenschaft und ein Geschäftshaus mit Supermarkt. Die Fertigstellung der „VivaCity Adlershof“ wird 2018 erwartet.

Zurück zum östlichen Ende der Rudower Chaussee: An der Kreuzung Dörp-feldstraße und Adlergestell vollzieht sich ein Brückenschlag zwischen Alt- und Neu-Adlershof. Der Komplex „Dörp-feld Eins“ bietet rund 170 Wohnungen und einen Bio-Supermarkt.

Die beste Nachricht kommt zum Schluss: Ein besonders attraktives Baufeld in prominenter Lage, direkt am S-Bahnhof Adlershof, kommt in diesem Jahr an den Markt. Es ist ideal für einen repräsentativen Firmensitz oder eine Konzernzentrale. Städtebaulich markant, mit einer punktuellen Bebauungshöhe von bis zu 54 Metern, soll hier ein imposantes Eingangstor zur Wissenschaftsstadt entstehen. 

Edith Döhring

 

65 - Winter 2016
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