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Sah ein Vogel die Glasfassade nicht …

Großflächige Transparenz und spiegelnde Glasfassaden gehören zu den Hauptmerkmalen zeitgenössischen Bauens. Berlin ist davon besonders geprägt. Was für Flaneure faszinierend und urban wirkt, wird für Vögel zur Todesfalle. Dieser Aspekt ist bei Behörden, Bauherren und Architekten noch zu wenig bekannt.

Vieles haben wir vermisst in den letzten Monaten. Auch das sorglose Flanieren gehört für viele Berliner dazu. Entlang an historischen Häuserreihen, über Gewässer, hin zu modernen Quartieren, wo Gebäude bis in den Himmel zu reichen scheinen. Die Neubauten bieten starke architektonische Rhythmen, Spiegelungen und Durchblicke, in der Sonne glitzernde Scheiben und in der Nacht durch raffinierte Beleuchtung strahlende Glasfassaden. Letztere sind besonders faszinierend. Sie symbolisieren das, was unsere Sehnsucht nach Großstadt immer befeuert hat: an Häuserschluchten in Manhattan ebenso wie in den neu entwickelten Teilen von Städten wie Berlin.

82 - Frühjahr 2020
Stadt

Stadtplätze: Der Hindemithplatz

Stadtplätze leben von den Menschen, die sie bevölkern. Ohne sie wirken sie seltsam leblos. Steine und Bäume, Blumen und Brunnen bleiben so ohne Bewegung, Organismen ohne Puls. Schön sein können die Plätze dennoch, wenn man ihre Ruhe am Morgen spürt, ehe die Stadt erwacht, in der Nacht, wenn sie schläft. Aber dafür sind sie nicht geschaffen. Und doch sind Stadtplätze zugleich Ruhepunkte in der quirligen City, Oasen des Innehaltens. Nur was, wenn die ganze Stadt plötzlich zur Ruhe gekommen ist, innehält, innehalten muss? Wenn plötzlich eine andere Ordnung herrscht? Diesmal: Der Hindemithplatz

82 - Frühjahr 2020

Schone Verwandlung


Träumen geht immer. Zum Beispiel von besseren Zeiten und traumhaften Kleidern. Ellen Eisemann ist eine Berliner Modedesignerin und Unternehmerin, die sich ganz dem Kleid verschrieben hat. Ihre lässigen Hemdblusenkleider und adretten Sommerfähnchen aus hochwertigen Stoffen mit floralen und figurativen Motiven bringen Frische und Schwung in den Frühling. Niemand möchte doch gerade in Zeiten von Homeoffice und Parkspaziergang immerzu in schlabbrigen Hosen und überweiten Shirts verschlumpfen. So ein feminines Gewand sorgt für gute Stimmung und zaubert allen gleich ein Lächeln ins Gesicht.

82 - Frühjahr 2020

Am Schreibtisch zu Hause – Von Möbeln und Sitten

Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) hat herausgefunden, dass jeder Dritte gern von zu Hause aus arbeiten würde. Kein Arbeitsweg, mehr Ruhe und den Alltag besser im Griff. Für jeden Achten ist dies bereits möglich. Über die Vor- und Nachteile wird in diesen Zeiten viel diskutiert. Die Katze auf dem Laptop ist dabei noch das romantischste Bild.

82 - Frühjahr 2020

Grüne Erholung – Botanischer Garten wieder geöffnet

Der Botanische Garten führt das Online-Ticketing ein, um Besucherzahlen zu limitieren und Gäste und Personal angemessen zu schützen. Seit dem 5. Mai ist das komplette Freigelände wieder geöffnet, die Gewächshäuser bleiben zunächst geschlossen. Der Eintritt ist ab sofort nur noch mit einem vorab erworbenen Onlineticket für festgelegte Zeitfenster möglich.

82 - Frühjahr 2020
Magazin

Verträumte Weiher und alte Mühlen

Auch das ist Brandenburg: Tief eingeschnittene Täler, zu den Füßen schlängelt sich ein Bach, der auch zum Flüsschen werden kann. Statt Kiefern wachsen vor allem Eichen und Buchen. Es gibt geheimnisvolle Moore, stille Seen und saftige Wiesen: Wir sind im Schlaubetal, Deutschlands östlichstem Naturpark und einem der schönsten Bachtäler Brandenburgs. Namensgeber ist das Flüsschen Schlaube. Die Weichseleiszeit hatte einst das landschaftlich so vielfältige Tal als Glaziale Rinne geformt. So erinnert unweit des Ortes Kobbeln ein Riesen-Findling, der seinen Ursprung auf der Insel Bornholm hat, an das skandinavische Erbe. Jürgen Sobeck ist Wanderführer im Schlaubetal und kann sich eigentlich nur wundern, dass dieses so reizvolle Gebiet noch immer relativ unbekannt ist. „Nicht einmal unter den zehn beliebtesten Ausflugszielen der Berliner ist das Schlaubetal dabei“, sagt er.

82 - Frühjahr 2020

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