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Spielen wie im richtigen Leben

„Erstens, man soll Menschen nicht trennen, die zusammengehören. Zweitens: Schule kann auch Spaß machen“, fasste die Jury des Berliner Kindertheaterpreises 2011, zu der auch Schauspieler Axel Prahl gehört, den tieferen Sinn von „Leon und Leonie“ zusammen. Das Stück des Autors Thilo Reffert ist der Gewinner des Preises, der gemeinsam vom Grips-Theater und der Gasag ausgelobt wurde.

52 - Herbst 2012
Kultur

Golf à la Suisse

An der Sieben gab’s auch für Severiano Ballesteros nichts zu verbessern. Die Sieben auf dem Parcours Plan-Bramois des Golf Clubs Crans-sur-Sierre gilt schon seit jeher als eine der spektakulärsten Golfbahnen der Schweiz. Dabei ist das gerade mal 260 Meter lange Par-4-Loch vor allem bei notorischen Slicern gefürchtet: Das Fairway hängt stark nach rechts und bestraft verzogene Abschläge gnadenlos. Gol­f­erisch gewiss nicht jedermanns Sache, diese Sieben.

52 - Herbst 2012

Lebensspender und Heilquelle

Der Mensch kann etwa einen Monat ohne Nahrung leben, aber nur fünf bis sieben Tage ohne zu trinken. Wasser ist unser wichtigstes Lebensmittel. Jedoch auch äußerlich angewendet in Form von Bädern, Güssen oder Wickeln entfaltet das Lebenselixier seine wohltuende Wirkung.

„Alles ist aus dem Wasser entsprungen und alles wird durch Wasser erhalten.“ Treffender als es Johann Wolfgang von Goethe formulierte, lässt sich die Bedeutung des neben Feuer, Luft und Erde vierten Urelements nicht beschreiben. Sauberes Wasser ist ein Menschenrecht. Wir trinken es, waschen uns damit, bewirtschaften unsere Felder und erzeugen Energie mit Wasser. Und nicht zuletzt hat der flüssige Grundstein des Lebens auch auf unsere Gesundheit wohltuenden Einfluss.

52 - Herbst 2012

Marcel Haremza holt den Gesamtsieg, Constantin Schwierz gewinnt die Championship

Marcel Haremza hat den Pott: Dem 34-jährigen Professional aus Dießen am Ammersee genügte bei der Fulda EPD (European Professional Development ) Tour Championship auf dem Platz des Golfclubs Hofgut Praforst in Hünfeld ein geteilter 25. Rang (218/+2), um die Gesamtwertung der EPD Tour 2012 mit 26.362,12 Euro für sich zu entscheiden. Den Sieg beim letzten Turnier des Jahres sicherte sich der Münchner Constantin Schwierz (67, 71, 69/-9) vor Christoph Günther aus Oberammergau und Fabian Becker (Kassel), die Platz 2 mit 8 teilten.

52 - Herbst 2012
Sport

Extrem Belastbar

Theaterliebling und Fernsehstar Götz Schubert

Nur an seiner Stimme kann man Götz Schubert in jeder Rolle und jeder Maske erkennen. Klangvoll ist sie, dunkler Celloton, reiner Wohllaut.

Der 49-jährige Schauspieler ist wandlungsfähig bis zur Selbstverleugnung. Er faszinierte als psychopathischer Jung-Hitler in Taboris „Mein Kampf“ genauso wie als rührend naiver Hau­drauf Siegfried in Rinkes von Dieter Wedel inszenierten „Nibelungen“ bei den Festspielen in Worms. Furore bei Publikum und Kritik machte er mit seinen Ein-Mann-Abenden am Gorki-Theater und am Deutschen Theater in Berlin, zum Beispiel als umwerfend komischer Stasi-Hengst Klaus Uhltzscht in Brussigs „Helden wie wir“ oder als manischer Mime in „Kean“. Immer wieder beweist Schubert seinen Sonderstatus als Super-Schauspieler. Zuletzt 2011 bei den Dresdener Zwinger-Festspielen als August der Starke in „Die Mätresse des Königs“. Da zeigte er souverän, dass ein großer Schauspieler sogar in einer Szene, die er mit nacktem Hintern absolvieren muss, durchaus Haltung bewahren kann.

52 - Herbst 2012

Berlin-Macher

Dass Berlin dazu verdammt ist, immerfort zu werden und niemals zu sein, wusste schon im Jahr 1910 der Publizist und Kunstkritiker Karl Scheffler. Ein oft zitierter Satz, der noch heute gilt. Umso mehr sind Menschen gefragt, die vor oder hinter den Kulissen etwas bewegen und die Stadt ein Stück voranbringen. Wir stellen sie in jeder Ausgabe vor, die Berlin-Macher. Diesmal Roland Hetzer

52 - Herbst 2012

Alte Handwerkskunst neu geschnürt

die Korsettmanufaktur TO.mTO Berlin

Die Forderung nach korsettloser Frauen­kleidung war vor mehr als 100 Jahren ein wichtiger Aspekt in der Frauenbewegung. Nach einem langen und erbitterten Kampf gegen die ­Einschnürung des weiblichen Körpers ist das moderne Korsett seit den 1990er Jahren durch ­Musikszene und Modewelt wieder en vogue.

52 - Herbst 2012

Rolex, Gucci und Co.

Die Kunden strömen, der Umsatz stimmt, und die letzten Lücken werden geschlossen. Am Ku’damm florieren die Geschäfte für den Einzelhandel.

Es ist es noch gar nicht so lange her, dass Beobachter den Kurfürstendamm auf dem absteigenden Ast sahen. Nach der Wende entstand mit der Friedrichstraße eine starke Konkurrenz in Ostteil der Stadt, die vor allem Luxusmarken anzog. Vielen erschien der gute alte Kurfürstendamm als beliebig, langweilig und etwas verstaubt. Und als dann auch noch traditionsreiche Kaffeehäuser wie das Café Möhring dicht machten und mehrere Kinos aufgeben muss­ten, war das Wehklagen über den Niedergang der Prachtstraße groß.

52 - Herbst 2012
Stadt

Tapete

Die Renaissance eines Klassikers

Kulturgut Tapete
Als 1930 der Bauhaus-Direktor und Architekt Hannes Meyer an seiner Hochschule – nach anfänglichem Widerwillen – einen Wettbewerb zur Gestaltung von Tapeten stattfinden ließ, ahnte er nicht, dass er damit den Grundstein für die Akzeptanz und Verbreitung der modernen Tapete legte. Auf der Grundlage dieses Wettbewerbs entstand die sogenannte „blaue Bauhaus-Karte“, die sich binnen vier Jahren mit über sechs Millionen Rollen verkaufen ließ.

52 - Herbst 2012

Bilder aus der Welt von Gestern

Unter dem Titel „Geschlossene Gesellschaft“ zeigt die Berlinische Galerie die erste Retrospektive zur künstlerischen Fotografie in der DDR.

Welche Rolle spielte die Fotografie zwischen ideologischer Bildpropaganda und Ausdruck eines individuellen Lebensgefühls, zwischen agitatorischer Dokumentation und künstlerischer Position? Mit derartigen Fragestellungen beschäftigt sich derzeit der Arbeitskreis Kunst in der DDR. Damit will er einen Beitrag zur weiteren Erforschung der Fotografie in der DDR in der Zeit von 1949 bis 1989 leisten, die noch in den Anfängen stecke. Beispielsweise gilt es auch zu analysieren, unter welchen ökonomischen Bedingungen, in welchen Nischen, aber ebenso in welchen Grauzonen Fotografie entstand.

52 - Herbst 2012
Kultur

Heimat Großsiedlung

Vor fünfzig Jahren legten der Architekt Walter Gropius und der Regierende Bürgermeister Willy Brandt den Grundstein für die Gropiusstadt. Seither hat die Großsiedlung am südöstlichen Rand Berlins gute und vor allem weniger gute Zeiten durchgemacht. Heute sind Politiker und Vermieter überzeugt, dass die Gropiusstadt beste Zukunftsaussichten als attraktiver Wohnort vor allem für Familien hat.

52 - Herbst 2012
Stadt

Lottner und Marterer

internationale Deutsche Jugendmeister

Von ihrer besten Seite zeigten sich die deutschen Nachwuchsspieler bei den Finalspielen der Internationalen Deutschen Jugend-Tennismeisterschaften. Topfavoritin Antonia Lottner aus Düsseldorf wurde durch einen überzeugenden Sieg gegen Anhelina Kalinina aus der Ukraine neue Titelträgerin und damit Nachfolgerin von z. B. Steffi Graf, Claudia Kohde-Kilsch und Sarah Errani. Mit diesem Sieg erreicht Antonia erstmals die Top Ten der Jugendweltrangliste und wird jetzt auf Platz 3 geführt.

52 - Herbst 2012
Sport

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